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28.05.Schach-Hessenmeisterschaft 2019:
Flörsheimer Jugend  mit starker Leistung

(vb) – Für viele ambitionierte jugendliche Schachspieler sind die hessischen Einzelmeisterschaften das „Highlight“ im Jahreskalender. Knapp zweihundert Nachwuchsspieler aus ganz Hessen treffen sich jedes Jahr in der modernen Jugendherberge in Bad Homburg, um in den jeweiligen Altersklassen die besten des Landes zu küren.
Mit Henry Ruppert, Sanghyeok Yu und Shekeb Jamali in der Altersklasse U12 sowie Nikolaj Politoukhin in der U17 waren gleich vier Flörsheimer am Start, um sich mit der spielstarken Konkurrenz zu messen. Die Erwartungshaltung und Zielsetzung der Jungs waren dabei ganz unterschiedlich. Weil Henry Ruppert dank seiner Wertungszahl an Platz 14 von 66 Teilnehmern gesetzt war, räumte man ihm durchaus Chancen ein, unter die „Top 10“ zu kommen. Für Shekeb Jamali und Sanghyeok Yu ging es als Turnierdebütanten mehr darum, wichtige Turniererfahrungen zu sammeln. Das galt auch für Nikolaj Politoukhin, einen der jüngsten in dem offenen U17-Teilnehmerfeld.
Von Beginn an konnte Henry mit starken Partien überzeugen und sich im oberen Tabellenbereich festsetzen. Mit 5,5 Punkten hatte er es nach 8 Runden nicht nur unter die ersten zehn geschafft, sondern in der Schlussrunde sogar die große Chance, sich für die Deutsche Jugendmeisterschaft zu qualifizieren. Es musste ein Sieg her, um den fünften Platz zu erreichen. Mit der Wahl einer aggressiven Eröffnung setzte Henry alles auf eine Karte, doch wurde dieser Mut in einer wilden Partie leider nicht belohnt. Der Flörsheimer verlor unglücklich und fiel auf Platz 17 zurück. Dennoch konnten ihn seine Freunde im Schachclub für die großartige Turnierleistung beglückwünschen.
Eine ganz starke Leistung bot auch Shekeb bei den unter 12-jährigen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam er immer besser ins Turnier und schloss mit 4 Punkten aus 9 Runden auf Platz 43 von insgesamt 64 Teilnehmern ab. Die Turnierauswertung bestätigte Shekebs eindrucksvolle Leistung: seine DWZ („Deutsche Wertungsziffer“) stieg um beachtliche 98 Punkte.
Für Sanghyeok war es das erwartet schwere Turnier. Mit immerhin 2,5 Punkten belegte er abschließend Platz 60.
„Durchbeißen und kämpfen“ war von Anfang an auch bei Nikolaj im offenen U17-Turnier angesagt. „Offen“ heißt, dass auch Jugendliche mitspielen dürfen, die sich nicht in den Bezirken qualifiziert hatten. In einem bunt gemischten Feld mit 60 Teilnehmern lagen die Wertungsziffern weit auseinander – zwischen 700 und 1600. Der Flörsheimer, der im unteren Feld (aufgrund seiner DWZ von 950) gesetzt war, zeigte eine solide Leistung und erkämpfte sich 3 starke Punkte in 7 Runden und damit Platz 40.
Betreuer und Schachclub-Vorsitzender Wolfgang Ruppert zog ein überaus zufriedenes Fazit: „Eine tolle Leistung unserer aufstrebenden Youngster! Jeder Flörsheimer konnte – gemessen an seiner aktuellen Leistungsfähigkeit – absolut überzeugen! Jungs, weiter so!“


Die Flörsheimer Schach-Kids bei den hessischen Einzelmeisterschaften in Bad Homburg, von links: Henry Ruppert, Nikolaj Politoukhin, Sanghyeok Yu und Shekeb Jamali.


14.05. Schachclub feiert zwei Meisterschaften
Nach der ersten sichert sich auch die vierte Mannschaft den Titel

(vb) – Zum Saisonschluss feierte der Flörsheimer Schachclub gleich zwei Meisterschaften. In der Hessischen Landesliga Süd setzte sich die Erste – wie erwartet – souverän mit 8:0 gegen den Absteiger SSG Rödermark/Eppertshausen durch und gewann den Titel endgültig. In der Kreisklasse B freuten sich die Schachkids der vierten Mannschaft, am letzten Spieltag am Spitzenreiter SV Hofheim VIII vorbeizuziehen und den Titel einzuheimsen. Zur ausgelassenen Stimmung im Verein trug auch bei, dass die zweite und dritte Mannschaft mit Abschlusssiegen jegliche Zweifel am jeweiligen Klassenerhalt zerstreuten.
Der Schachclub hätte sich gegen den feststehenden Absteiger Rödermark/Eppertshausen eine 1,5:6,5-Niederlage erlauben können und den Titel dennoch sicher gehabt. Es gab freilich ein müheloses 8:0 gegen einen völlig resignierenden Gegner. Damit wurden die Flörsheimer mit 16:2 Punkten Meister der Landesliga Süd, als einziges unbesiegtes Team und mit stolzen 50 von 72 möglichen Brettpunkten. Vizemeister SC Hattersheim liegt nur zwei Mannschaftspunkte dahinter, war im direkten Vergleich den Flörsheimern unterlegen, spielte aber als Aufsteiger gleichwohl eine herausragende Saison.
Die meisten der Flörsheimer Lorbeeren verdiente sich Alexander Stegmaier, der mit 8 Punkten aus 9 Partien zum Topscorer der Landesliga avancierte. Mit 6,5 aus 9 folgte ihm Markus Lahr auf Rang 3. Und mit Luis Kuhn (6,5/9) und Cesar Octavi Vega Lopez de Nava (5,5/7) stellte der Schachclub zwei weitere Akteure unter den „Top Ten“. Auf 15 und 16 folgen Wolfgang Pötschke und Wolfgang Ruppert (5,5/9). Der Vereinsvorsitzende Ruppert freute sich zudem, dass seine ambitioniert und fröhlich formulierten Appelle an Mannschafts- und Kampfgeist in dieser Saison besonders viel Gehör fanden. Volle Unterstützung beim Motivieren bekam er von Uwe Pötschke. Dieser offerierte den Flörsheimer Spielern via Mail immer wieder Partien kommender Gegner zum Nachspielen. Auch das hat sich ausgezahlt.
Die Flörsheimer spielten 14 Jahre in der Hessischen Landesliga Süd. 2005 lief die Stimmung nur darauf hinaus, mal ein Jahr lang die Höhenluft auf Landesebene zu schnuppern. Doch schon 2006 sah es lange nach einem neuerlichen Aufstieg aus, ehe sich die Flörsheimer mit Rang 4 begnügen mussten (wofür ein Aufsteiger zweifellos Respekt verdient). In einer späteren Saison bedurfte es einer Eschborner Schützenhilfe, um sich im letzten Moment in Sicherheit zu bringen. Danach spielten die Flörsheimer recht oft oben mit – doch der große Coup gelang ihnen erst jetzt. In der kommenden Saison starten sie in der Verbandsliga Süd des hessischen Schachverbandes.

Starker Nachwuchs

Große Freude herrschte auch bei der Schachjugend, die sich als vierte Mannschaft die Meisterschaft in der Kreisklasse B sicherte und den Wiederaufstieg in Kreisklasse A schaffte. Zum Saisonfinale gab es ein 5:0 gegen den SV Rüsselsheim III, womit die Flörsheimer am spielfreien Tabellenführer SV Hofheim VIII vorbeizogen. Volle Punkte bekamen Jan Litzinger, Shekeb Jamali, Yun Sanghyeock, Marvin Schad und Justus Hinkelmann. Die Flörsheimer verbuchten damit insgesamt 10:2 Mannschaftspunkte und liegen zwei Punkte vor den Hofheimern, obwohl sie gegen die das Spitzenspiel verloren hatten. Die Kreisstädter freilich nahmen es nicht so tragisch – als Vizemeister klettern sie nämlich mit in die höhere Klasse.

Klassenerhalt

Flörsheims Zweite und Dritte, eigentlich gerettet, konnten sich vor der Schlussrunde dann doch nicht sicher sein. Wegen des möglichen Rückzugs von Mannschaften auf Bundesebene droht sich die Zahl der Absteiger bis hinunter in die Bezirksebene zu erhöhen. Konsequenz: „Um in Sachen Klassenerhalt auf der sicheren Seite zu sein, sollte der 7. Platz angepeilt werden“, schrieb der MTS-Klassenleiter an die MTS-Vereine.
Auf der sicheren Seite waren beide Teams des Schachclubs noch nicht. Aber sie kamen dahin. In der Main-Taunus-Liga schaffte Flörsheims Zweite einen knappen 4,5:3,5-Derbysieg gegen die Gäste von der anderen Mainseite, den SV Rüsselsheim, die zu Beginn zwei Punkte schlechter standen, aber noch Hoffnungen hatten, dem Abstieg zu entrinnen. Doch der SC Flörsheim II glich sein Punktekonto auf 9:9 aus, während die Opelstädter mit 5:13 Zählern am Ende Letzter wurden und hinunter in die Bezirksliga A müssen. Für Flörsheim gewannen Uwe Pötschke, Wahid Jamali und Lukas Platt. Remisen gab es für Michael Beck, Dr. Thomas Meaubert und James Beerbower, Niederlagen für Michael Budde und Thomas Seidel. Damit bleiben die Flörsheimer in der höchsten Spielklasse auf MTS-Ebene. Mit fünf Partiesiegen und einem Remis war Lukas Platt allen voran am Erfolg beteiligt.
Ein ganz klein wenig unerwartet gelang es Flörsheims dritter Mannschaft, in der Bezirksklasse B doch noch drei Konkurrenten hinter sich zu lassen und mit Platz 7 das rettende Ufer zu erreichen. Gegen den zu Beginn punktgleichen SV Nauheim gab es einen hart umkämpften 4,5:3,5-Sieg. Die Flörsheimer schafften damit 6:12 Punkte und Platz 7; die Nauheimer, einen Platz dahinter, müssen zittern, ob es sie nicht doch noch erwischt. Flörsheims Mannschaftsführer Kai Hübner jedenfalls durfte sich auf die Schulter klopfen – ihm wurde eine Großteil des mannschaftlichen Erfolges gutgeschrieben. Gegen die Nauheimer gewannen Martin Manasek, Ralf Rupp und Lukas Battenfeld. Remis spielten Kai Hübner, Rold Mayer und Youngster Henry Ruppert. Niederlagen gab es für Jakob Hartung und Lothar Kanert.


Bildunterschrift:

Sie freuen sich über die Meisterschaft in der Hessischen Landesliga Süd und den Aufstieg in die Verbandsliga – Flörsheims stärkste Schachspieler Christian Specht, Wolfgang Pötschke, Markus Lahr, Alexander Stegmaier, Michael Budde, Cesar Octavio Vega Lopez de Nava, Luis Kuhn und Wolfgang Ruppert (von links). Nicht auf dem Bild ist Zaharia Clitan.


20.04. Der Schachclub ist (fast) Meister
Das 4:4 beim SC Frankfurt-West sichert zu 99% Titel und Aufstieg

In der hessischen Landesliga Süd trennten sich der SC Frankfurt-West (Zeilsheim und Unterliederbach) und der Flörsheimer Schachclub 4:4 unentschieden. Für die Gastgeber brachte der Punktgewinn den Klassenerhalt; den Gästen bescherte er zu 99% die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga. An den Brettern notierte man einen kampflosen Partiesieg für beide Mannschaften und ansonsten nur Remis-Partien. Die gab es auf Flörsheimer Seite für Wolfgang Ruppert, Luis Kuhn, Wolfgang Pötschke, Markus Lahr, Wahid Jamali und Uwe Pötschke.

Der unbesiegte Tabellenführer vom Untermain geht nach diesem 4:4 mit zwei Punkten Vorsprung vor dem SC Hattersheim (14:2 gegenüber 12:4) in die Schlussrunde am 12. Mai. Für den Hattersheimer Aufsteiger wäre das theoretisch noch aufzuholen. Doch die Flörsheimer stehen 7 (!) Brettpunkte besser als die Hattersheimer. Das heißt, im letzten Saisonspiel gegen die als Absteiger feststehende Schachspielgemeinschaft Rödermark/Eppertshausen würde ihnen eine 1,5:6,5-Niederlage zum Titelgewinn genügen. Dieses Resultat wäre aber nur dann nötig, wenn die Hattersheimer ihren letzten Mannschaftskampf mit 8:0 gewinnen. Das ist selbst gegen Schlusslicht (und Absteiger) SC Steinbach nicht sehr wahrscheinlich – es sei denn, die Steinbacher kriegen keine Mannschaft mehr für ihre aussichtslose Sache zusammen.

Insofern beziffert das Computerprogramm „Schachorakel“ die Flörsheimer Meisterschaftschancen auf nicht zu übertreffende 100 Prozent. Beim 4:4 in Zeilsheim wurden aber nicht nur zwei Fliegen mit der einen Klappe geschlagen. Mit dem Klassenerhalt des SC Frankfurt-West steht nämlich fest, dass es in den unteren Main-Taunus-Ligen maximal zwei Absteiger geben wird. Und das verbessert die Chancen der abstiegsgefährdeten zweiten und dritten Flörsheimer Mannschaft spürbar.

Flörsheims Zweite musste in der Main-Taunus-Liga beim Aufstiegsaspiranten SV Kelsterbach eine deutliche 2,5:5,5-Niederlage hinnehmen. Nur Lukas Platt errang einen vollen Punkt. Michael Budde, James Beerbower und Thomas Seidel schafften ein Remis. Eine Partie mussten die ersatzgeschwächten Flörsheimer kampflos hergeben; am Brett unterlegen waren Dr. Thomas Meaubert, Kai Hübner und Rolf Mayer. Die Flörsheimer hängen mit jetzt 7:9 Punkten auf Rang 7. Weil es aber nach neuestem Stand nur zwei Absteiger gibt, würde ihnen am letzten Spieltag an eigenen Brettern gegen den Vorletzten SV Rüsselsheim (5:11 Punkte) eine 4:4-Punkteteilung (oder sogar ein knappes 3,5:4,5) zum Klassenerhalt genügen.

Flörsheims Dritte war wie die Erste in Zeilsheim zu Gast, musste sich aber gegen den designierten Aufsteiger hoch mit 1,5:6,5 geschlagen geben. Lukas Battenfeld verbuchte den einzigen Partiesieg; Ralf Rupp das einzige Remis. Niederlagen gab es für Lothar Kanert, Henry Ruppert, Nikolaj Politoukhin, Max Stapel und Jan Litzinger. Einen weiteren Punkt mussten die Flörsheimer kampflos überlassen. Mit 4:12 Punkten sind sie nun Achter in der MTS-Bezirksklasse B, zwei Punkte vor den jetzt nur noch zwei Abstiegsplätzen und punktgleich mit dem letzten Gegner der Saison, dem SV 1997 Nauheim. Will heißen: mit einem 4:4-Unentschieden würden sich beide Kontrahenten in Sicherheit bringen …
Auch Flörsheims Vierte war ersatzgeschwächt, schuf sich aber in der Kreisklasse B mit einem 3:2 beim Schlusslicht SC Bad Soden VIII eine glänzende Ausgangsposition für die Schlussrunde. Die Flörsheimer haben als Tabellenzweiter 8:2 Punkte. Am 12. Mai würde ein Unentschieden gegen den SV Rüsselsheim III den Meistertitel bringen, weil Spitzenreiter SV Hofheim VIII (8:4) kein weiteres Spiel mehr hat. Bei einer Flörsheimer Niederlage ist aber zumindest der Aufstieg so gut wie sicher, da der einzig verbliebene Konkurrent um Platz 2, der SV Rüsselsheim IV (6:4 Punkte), mindestens vier Brettpunkte wettzumachen hätte. Für den SCF gewannen in Bad Soden Shekeb Jamali, Justus Hinkelmann und Jan Litzinger. Niederlagen gab es für Yun Sanghyeok und Daemen Stibin.



12.03. Ein ganz kleiner Dämpfer
Schachclub nur 4:4 gegen Mörlenbach/Birkenau II / Trotzdem Titelfavorit

(al) – Ausgerechnet in Bestbesetzung kassierte der Schachclub Flörsheim in der hessischen Landesliga Süd den ersten Verlustpunkt. Gegen den Verfolger Freibauer Mörlenbach/Birkenau II gab es nur ein 4:4-Unentschieden. Die Odenwälder konnten sich über den Achtungserfolg beim Tabellenführer freilich nicht so recht freuen. Zwar rückten sie mit jetzt 8:6 Punkten auf den dritten Rang vor, haben aber an den verbleibenden zwei Spieltagen keine Chance mehr, die Flörsheimer (13:1 Punkte) noch einzuholen. Einziger Konkurrent für den SCF bleibt der Aufsteiger und Nachbar SC Hattersheim (10:4 Punkte), der mit 5:3 gegen den SC Frankfurt-West einen weiteren Flörsheimer Verfolger ausschaltete.
Die Hattersheimer Titelchancen scheinen freilich nur theoretischer Natur. Sie haben nämlich auch acht Brettpunkte weniger als die Flörsheimer. Das hessische „Schachorakel“ jedenfalls – gefüttert mit einer Flut von Daten über Mannschaften und Spieler – sieht den Schachclub mit 99,7 (!) Prozent Wahrscheinlichkeit als künftigen Meister der Landesliga und damit Aufsteiger in die Verbandsliga.
Mithin: Es kann eigentlich nicht mehr schiefgehen. Gerade weil die Flörsheimer mit dem 4:4 gegen Mörlenbach/Birkenau II einen (ganz) kleinen Dämpfer einstecken mussten, der sie in den ausstehenden zwei Spielen vor übersteigertem Optimismus schützen dürfte. Und auch mit Blick darauf, dass erstmals in dieser Saison die Bestbesetzung des Schachclubs antrat und die „Wenn nicht jetzt, wann dann?“-Euphorie mit einem unerwarteten 4:4 verflog. Außerdem hatten die Flörsheimer Gastgeber gegen den Verfolger aus dem Odenwald an eigenen Brettern schon 4:1 geführt – und dann doch nicht gewonnen.
Also dürfte man beim SCF keinen der beiden ausstehenden Gegner unterschätzen. Am 7. April geht es zum einstigen Mitfavoriten SC Frankfurt-West, und am 10. Mai kommt Abstiegsanwärter SG Rödermark/Eppertshausen in die Stadthalle. Dann könnten die Flörsheimer – nach 14 Jahren Landesliga – den Sprung in die Verbandsliga schaffen. Ein einziger Mannschaftspunkt müsste reichen.
Die allersolideste Partie gegen Mörlenbach/Birkenau II spielte Wolfgang Pötschke, der das fehlende Gewinnpotenzial im Doppelturm-Endspiel mit einem Remis und dem ersten halben Punkt für den Schachclub quittierte. Dann tat sich einige Stunden nichts. Wolfgang Ruppert stand „vernünftig“; Christian Specht lieferte sich mit seinem Gegner ein kombinatorisches Gefecht; Zaharia Clitan sah sich mit einem Freibauernpaar einem gedeckten Freibauern im Zentrum gegenüber, der aber unglücklicherweise schon weiter vorgerückt war; Alexander Stegmaier spielte sein Gegenüber in eine schlechte Bauernstellung; Markus Lahr bewegte alle Figuren in Richtung des gegnerischen Königs.
Nach vier Stunden Gesamtspielzeit ging es dann recht schnell. Christian Specht gewann Material und die Partie; Wolfgang Ruppert wollte kein Risiko mehr eingehen und begnügte sich mit remis; Markus Lahr hatte genügend Material eingesammelt und gewann ebenso wie Alexander Stegmaier, der seine positionellen Vorteile im Endspiel zum Partiegewinn verdichtete. Damit stand es 4:1 für die Gastgeber, doch es sollte nicht reichen. Zaharia Clitan konnte sich des vorgerückten weißen Freibauern nicht mehr erwehren; Cesar Vega Lopez war außerstande, die Probleme zu lösen, die er mit der Öffnung der Stellung am Damenflügel selber geschaffen hatte; Luis Kuhn übersah eine Fesslung, mit der sein Gegenüber Material und die Partie gewann.
Damit hieß es am Ende ein wenig überraschend 4:4.

Über Wasser

Flörsheims zweite Mannschaft schaffte in der Main-Taunus-Liga in Unterzahl gegen den Aufstiegsfavoriten und Tabellenführer SC Höchst ein überaus respektables 4:4-Unentschieden. Lukas Platt glich die kampflose Höchster 0:1-Führung aus. Danach gab es sechs Remis in Folge durch Michael Beck, Michael Budde, Uwe Pötschke, Dr. Thomas Meaubert, Wahid Jamali und Thomas Seidel. Die „Gesamtsituation“ wird beim Schachclub jetzt als „etwas komisch“ empfunden. Mit ausgeglichener Bilanz (7:7 Punkte) liegt man nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter SC Höchst, steckt allerdings bei nur einem Punkt vor dem „roten Bereich“ in akuter Abstiegsnot. Man will sich aber spätestens am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen den derzeitigen Vorletzten SV Rüsselsheim (5:7 Punkte) in Sicherheit bringen.
Auch Flörsheims dritte Mannschaft hielt sich in der Bezirksklasse B mit einem knappen 4,5:3,5-Sieg gegen den SC Bad Soden III „über Wasser“. Will heißen: die Abstiegsgefahr bleibt, doch die Chancen auf den Klassenerhalt ebenso. Weil ein Absteiger schon feststeht (Bad Soden IV), aber andererseits offen ist, ob es einen zweiten Absteiger überhaupt gibt, überwiegt beim SCF allemal die Zuversicht. Der Mannschaftssieg gegen die Kurstädter wurde an den hinteren Brettern eingefahren. Vorne gab es für Dominik Schwarz, Jakob Hartung und Martin Manasek nichts zu holen. Dahinter gewannen Kai Hübner, Lothar Kanert, Ralf Rupp und Henry Ruppert, während Rolf Mayer das entscheidende Remis beisteuerte. Doch beim Zwischenstand von 3,5:3,5 lastete alle Verantwortung auf Youngster Henry Ruppert, der sich den aktuellen Ehrentitel „Spieler des Jahres“ mit reichlich Nervenstärke und seinem Partiesieg zum Flörsheimer Gesamtsieg einmal mehr verdiente.
Flörsheims dritte Mannschaft war in der Kreisklasse B spielfrei. Sie nimmt mit 6:2 Punkten – hinter dem SV Hofheim VIII (8:2 Punkte) – weiterhin Aufstiegsrang 2 ein. In den ausstehenden Spielen gegen die beiden Schlusslichter SV Rüsselsheim III und SC Bad Soden VIII sollte es gelingen, diesen Aufstieg klarzumachen. Am Tabellenende herrscht nämlich keinerlei Stress, weil es keine Kreisklasse C und damit keinen Abstieg gibt.

19.02.  Einfach nicht aufzuhalten
Schachclub gewinnt auch in Kelkheim / Ansonsten: Niederlagen

(al) – Der Schachclub Flörsheim setzte in der Hessischen Landesliga Süd seine Erfolgsserie fort und gewann auch bei den Kelkheimer Schachfreunden mit 5:3. Die Möbelstädter hatten zwar gehofft, ihren aktuellen Abwärtstrend Richtung Abstiegszone zu bremsen. Doch das Vorhaben war an diesem Tag aussichtslos. Der Gast verbuchte den sechsten Sieg in Folge und führt jetzt mit 12:0 Punkten ein wenig einsam die Tabelle an, nämlich vier Zähler vor dem SC Hattersheim (8:4) und einen weiteren vor den seitherigen ernsthaften Konkurrenten SC Frankfurt-West und Freibauer Mörlenbach/Birkenau II, die beide verloren und jetzt fünf Punkte im Hintertreffen sind. Bei ausstehenden drei Spielen sind Meisterschaft und Aufstieg für den Schachclub eigentlich zum Pflichtprogramm geworden.
Diese Auffassung vertraten auch die Möbelstädter auf ihrer Homepage: „Die Flörsheimer werden wohl auf ihrem Weg in die Verbandsliga nicht mehr aufzuhalten sein.“ Und sprachen den Gästen für ihre Spielanlage ein Lob aus: „In allen drei Gewinnpartien zeigten die Flörsheimer, dass ein gutes Zusammenspiel der Figuren oft mehr wiegt als ein eventueller materieller Nachteil.“
Dieses Lob galt Vega Lopez, der nach einem in der konkreten Stellung unüblichen „Bauernraub“ seines Konkurrenten die Initiative ergriff, Material und Partie gewann. Dieses Lob galt Luis Kuhn, dessen lange Zeit optimistischer Gegner angesichts starker Attacken mit seinem König die Flucht ergriff – aber in die falsche Richtung. Kuhns Weg zum Gewinn wurde von den Möbelstädtern schlicht als „elegant“ gewürdigt. Dieses Lob galt auch Markus Lahr, der mit materiellem „Untergewicht“ agierte (zwei Bauern gegen Springer, nach einem inkorrekten Qualitätsopfer), der aber diesen Springer zur Wirkungslosigkeit „verurteilte“ und seine verbundenden Freibauern zielstrebig zu den Umwandlungsfeldern führte, was den Gewinn bedeutete.
Mit diesen drei Siegen stand es spielentscheidend 5:2 für Flörsheim. Vorausgegangen waren auch vier unspektakuläre und nicht ausgekämpfte Remispartien von Wolfgang Pötschke, Alexander Stegmaier (nach dem allerersten Zug!), Wahid Jamali und Michael Beck.
In gewohnter Rolle war es daher einmal mehr Wolfgang Ruppert am ersten Brett vorbehalten, die letzte Partie des Tages zu spielen. Auch wenn der Mannschaftskampf entschieden war – ganz da vorne sitzen immer ambitionierte Leute, die weniger gerne remis und lieber auf Sieg spielen. Der Flörsheimer übte mit seinen vorgerückten Figuren zunächst ziemlichen Druck aus; der Kelkheimer wehrte jedoch alle Attacken ab. Als beide nach der letzten Zeitkontrolle nur noch 30 Sekunden Bonus nach jedem Zug hatten, geriet Wolfgang Ruppert ins Hintertreffen und musste einen Bauern zum Umwandlungsfeld vorrücken lassen.
Damit hieß es am Ende 5:3 für die Gäste vom Main, die sich über den eigenen Erfolg und die Niederlagen der Konkurrenz mächtig freuten. Einen Rekord-„Start“ – die Saison ist zu zwei Dritteln gespielt – von 12:0 Punkten hatten die Flörsheimer in der Landesliga noch nie. Und dass von den insgesamt 48 Partien an den sechs Spieltagen überhaupt nur drei verloren gingen, dürfte in der Geschichte des Schachclubs wohl auch einmalig sein. Gleichwohl wäre die Wunschvorstellung vermessen, mit 18:0 Punkten durch die Saison zu kommen.

Unangenehm
Für die anderen drei Mannschaften des Schachclubs war der sechste Spieltag der Verbandsrunde reichlich unangenehm. In der Kreisstadt Hofheim gab es drei herbe, weil unerwartet hohe Niederlagen.
Flörsheim II unterlag Hofheim III in der Main-Taunus-Liga unerwartet deutlich 2:6. Beide Mannschaften haben nun 6:6 Punkte und könn(t)en auf der einen Seite Tabellenführer SV Griesheim (dürftige 8:4 Zähler) noch einholen, auf der anderen aber auch absteigen. Der mögliche Absteiger SC Bad Soden II liegt nein einziges Pünktchen hintendran. In Hofheim gewann nur Michael Budde am ersten Brett; ein Remis steuerten Thomas Seidel und Lothar Kanert bei. Einen Punkt hatten die Flörsheimer freiwillig hergegeben, bevor Uwe Pötschke, Dr. Thomas Meaubert, James Beerbower und Lukas Platt Niederlagen einsteckten.
Flörsheim III kam in der Bezirksklasse B gegen Hofheim V mit 1,5:6,5 noch deutlicher unter die Räder. Mit 2:10 Punkten steht die Mannschaft damit auf einem möglichen Abstiegsplatz (was von den Entscheidungen in den oberen Ligen abhängt). Zum Glück haben die punktlosen Bad Sodener (IV) in dieser Runde ihre Mannschaft zurückgezogen und sind damit erster Absteiger. In der Kreisstadt gab es für die Gäste vom Untermain keinen Partiegewinn, sondern nur drei Remis durch Dominik Schwarz, Kai Hübner und Ralf Rupp. Verloren haben Jakob Hartung, Martin Manasek, Rolf Mayer, Lukas Battenfeld und Henry Ruppert.
Flörsheim IV musste in der Kreisklasse B mit einem unverhofft deutlichen 1:4 gegen den SV Hofheim VIII (!) die Segel streichen. Einziger Partiegewinner war Yun Sanghyeok. Verloren haben Nikolaj Politoukhin, Jan Litzinger und Shekek Jamali. Einen weiteren Zähler gaben die Flörsheimer kampflos her. Sie mussten die Tabellenführung an die Gastgeber (6:2) abgeben, liegen selber aber noch punktgleich auf dem Aufstiegsplatz 2. Chancen darf sich aber auch die Konkurrenz von der anderen Mainseite ausrechnen. Der SV Rüsselsheim IV weist 6:2 Punkte auf.

05.02.  Die Weste bleibt weiß
            Schachclub gewinnt kampflos gegen SK Gernsheim II / Vierte jetzt vorne

(al) – Der Kreis der Optimisten wird größer. Unabhängig davon, dass der 8:0-Sieg gegen den SK Gernsheim III kampflos zustande kam – der Gegner brachte keine Mannschaft zusammen – zeigt der Blick auf die Tabelle der Hessischen Landesliga Süd, dass der Flörsheimer Schachclub eigentlich dran ist, Meisterschaft und Aufstieg in die Verbandsliga zu packen. Nach fünf Spieltagen haben die Flörsheimer immer noch eine blütenreine „weiße Weste“, also 10:0 Punkte, und darüber hinaus drei Punkte Vorsprung auf die Verfolger SC Frankfurt West und Freibauer Mörlenbach/Birkenau II. Das ist bei ausstehenden vier Spielen schon ein wohliges Polster, doch haben die genannten Konkurrenten in direkten Duellen mit den Flörsheimern durchaus die Chance, den aktuellen Tabellenführer doch noch vom Thron zu stürzen. Davon will man beim Schachclub derzeit nichts wissen. Das Ziel ist jetzt der Titelgewinn. Alles andere wäre eine Enttäuschung.
Hoffnungen auf Meisterschaft und Aufstieg darf sich auch die vierte Mannschaft des SCF machen. Die Flörsheimer Schachkids besiegten in der Kreisklasse B den seitherigen Spitzenreiter SV Rüsselsheim IV unerwartet glatt mit 3,5:1,5 und übernahmen damit selbst die Tabellenführung, obwohl sie nach fünf Runden erst dreimal gespielt haben (6:0 Punkte). Rüsselsheim IV (5:3 Punkte) scheint abgeschlagen; Hofheim VIII (4:2) als Tabellendritter dürfte sich noch was ausrechnen. Das Untermain-Derby gegen die Opelstädter entschieden Eray Coskun, Max Stapel, Yun Sanghyeok (Siege) und Nikolaj Politoukhin (Remis) zu Flörsheimer Gunsten; nur Shekeb Jamali verlor seine Partie. Weil zwei Vereine in die Kreisklasse A aufsteigen, gilt aus Flörsheimer Sicht auch hier: alles andere als dieser Aufstieg wäre eine Enttäuschung.
Flörsheims Zweite musste in der Main-Taunus-Liga eine solche Enttäuschung hinnehmen. Durch ein 3,5:4,5 gegen den vermeintlichen Abstiegskandidaten SC Eschborn 1974 rutschten die Flörsheimer aus den Aufstiegsrängen. Jetzt weiß man nicht so recht, ob man nach oben oder nach unten schauen soll. Mit 6:4 Punkten und Platz 4 stehen die Flörsheimer nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter SC Höchst, aber auch nur zwei Punkte vor dem möglichen ersten Absteiger SV Rüsselsheim. Als Aufsteiger können sich die Flörsheimer aber schon gegenseitig auf die Schultern klopfen, wenn sie den Klassenerhalt schaffen. Gegen die Eschborner gab es nicht weniger als fünf Remis (Uwe Pötschke, Dr. Thomas Meaubert, Wahid Jamali,Thomas Seidel und Lukas Platt), aber nur einen Partiegewinn durch Michael Beck. Dem standen zwei Niederlagen durch Michael Budde und James Beerbower gegenüber.
Flörsheims Dritte kam als Aufsteiger in der Bezirksklasse B dem Ziel „Klassenerhalt“ ein Stückchen näher. Mit dem 5,5:2,5 gegen den SC Sulzbach sprangen die Flörsheimer mit jetzt 4:6 Punkten aus den Abstiegsrängen. Das will noch nicht viel heißen, befördert aber die Zuversicht beim Schachclub. Gewinner gegen Sulzbach waren Jakob Hartung, Kai Hübner und Lothar Kanert; jeweils ein Remis steuerten Dominik Schwarz, Ralf Rupp, Rolf Mayer, Henry Ruppert und Lukas Battenfeld bei.


Auch für ihn hat der „Ernst“ der Punktrunde wieder begonnen. Henry Ruppert vom Schachclub Flörsheim spielt mit seiner dritten Mannschaft um den Klassenerhalt in der Bezirksklasse B. Unabhängig davon, dass er hier eine respektable Anzahl an Punkten beisteuert, wählte ihn die Vereinsführung des Schachclubs zum „Spieler des Jahres“ 2018. Mit seinen elf Jahren ist Henry Ruppert damit der allerjüngste, der diese Auszeichnung errang. Der Titel hängt beim Schachclub freilich nicht nur von schachlichen Erfolgen ab. Gewürdigt werden auch Mannschafts- und Vereinsgeist, mit denen selbst ein Elfjähriger zum Klima des Miteinanders beitragen kann. Henry Ruppert kann allerdings auch Erfolge nachweisen, die keineswegs selbstverständlich sind. So gewann er das große Jugendopen in Hofheim, wurde MTS-Bezirksblitzmeister und Vereinsjugendmeister im Schachclub. Zudem gehört er zum Bezirkskader der Main-Taunus-Schachvereinigung. Das Foto zeigt ihn mit seiner „Trophäe“ nach der Ehrung bei einer Feierstunde des Schachclubs.
(Foto: privat)