23.01. Wieder verloren

Schachclub 2,5:5,5 gegen SF Kelkheim

Eins vorweg: Berichte von 2017 gibt es hier

(al) – Der Schachclub musste in der hessischen Landesliga Süd seine Aufstiegsambitionen endgültig in den Wind schreiben. Gegen die bisher sieglosen Kelkheimer Schachfreunde gab es eine bittere 2,5:5,5-Niederlage. Die ersatzgeschwächten Flörsheimer (Studium, Umzug) konnten an eigenen Brettern kein einzige Partie gewinnen. Stattdessen gab es „nur“ sechs Remis für Wolfgang Ruppert, Zaharia Clitan, Markus Lahr, Alexander Stegmaier, Wolfgang Pötschke und Wahid Jamali. Zu allem Überfluss wurde eine dieser Partien (Pötschke) wegen ungültiger Flörsheimer Aufstellung zu Gunsten der Gäste gewertet. Die entscheidenden Niederlagen gab es für Cesar Octavi Vega Lopez de Nava und Michael Budde.
Mit jetzt 3:7 Punkten hängt der Schachclub in der unteren Tabellenhälfte fest und muss nach derzeitigem Stand mit den siegreichen Kelkheimern (ebenfalls 3:7), SC Lorsch, SG Bensheim II (2:8) und Schlusslicht König Nied II (1:9) gegen den Abstieg aus der Landesliga kämpfen. Theoretisch gibt es wieder bis zu vier Absteigern, auch wenn das höchst unwahrscheinlich ist. Aber zwei werden es bestimmt.

Ein wenig Trost wurde den Flörsheimern zuteil, weil die zweite und dritte Mannschaft zur gleichen Zeit an den benachbarten Tischen gegen die Kelkheimer Konkurrenz gewannen, wenn auch mit 4,5:3,5 jeweils ganz knapp. Die Zweite wurde in der Bezirsklasse A die Kelkheimer Verfolger mit dem Sieg erst einmal los und verteidigte mit jetzt 8:2 Punkten hinter Spitzenreiter SV Raunheim II (10:0) den Aufstiegsplatz 2, punktgleich mit dem SV Rüsselsheim und einen Zähler vor den Schachfreunden Taunus (Königstein/Schwalbach). Mit Blick auf das knappe Ergebnis konnten die Flörsheimer froh sein, eine der Partien gegen die Möbelstädter kampflos gewonnen zu haben (Uwe Pötschke). Einen herausgespielten Sieg gab es für Dr. Thomas Meaubert. Halbe Punkte schafften Michael Beck, Thomas Seidel, Andreas Weber, Kai Hübner und Ralf Rupp. Nur James Beerbower ging diesmal leer aus.

Auch die Dritte hatte Glück mit einem kampflos gewonnenen Punkt (Dominik Schwarz), weil die Kelkheimer Dritte das erste Brett unbesetzt ließ. Dahinter gewannen Lothar Kanert, Lukas Battenfeld und Max Stapel. Den entscheidenden halben Punkt zum Gesamtsieg steuerte Rolf Mayer bei. Drei Partien gingen verloren (Jakob Hartung, Henry Ruppert und Jan Litzinger). Für die Flörsheimer war es schon das dritte 4,5:3,5 und insgesamt der fünfte Sieg im fünften Spiel der laufenden Saison. Sie blieben damit alleiniger Tabellenführer in der Bezirksklasse C (10:0 Punkte), doch liegen die Verfolger SV Hofheim VI, SC Bad Soden V und IV nur zwei Zähler zurück. Das ist insofern bedeutsam, als Flörsheims Dritte bisher ausnahmslos gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gespielt hat. An den letzten vier Spieltagen geht es also ebenso ausnahmslos gegen die derzeitigen Verfolger.
Flörsheims Vierte war spielfrei und gehört jetzt in der Bezirksklasse B2 mit SVG Eppstein III und SC Frankfurt-West zum punktgleichen Spitzentrio (alle 5:1 Zähler). Auch hier macht man sich Hoffnungen auf den Aufstieg.


Na also! Schachclub besiegt Spitzenreiter 4,5:3,5 in Rödermark / Zweite und Dritte stehen ganz vorn

(al) – Der in die Abstiegszone geratene Schachclub Flörsheim hat in der Hessischen Landesliga Süd ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Bei der bisher verlustpunktfreien Schachspielgemeinschaft Rödermark/Eppertshausen setzten sich die Flörsheimer sensationell mit 4,5:3,5 durch. Die Gastgeber (jetzt 10:2 Punkte) mussten damit die Tabellenführung an den Schachklub Gernsheim II abgeben, der mit sechs Siegen in sechs Spielen und 12:0 Punkten jetzt über allen anderen thront.

Ursprünglich wollten die Flörsheimer ja da oben mitspielen, fanden sich aber nach dem fünften Spieltag und einem einzigen Sieg in der Abstiegszone wieder. Das gilt auch nach dem Sieg in Rödermark. Mit 5:7 Punkten sind die Flörsheimer zwar auf Rang 5 im Zehnerfeld. Doch nur zwei Punkte trennen sie vom Abstiegsplatz 9, den ihr nächster Gegner, die Schachgesellschaft Bensheim, einnimmt. Da könnten die Flörsheimer eine Vorentscheidung zu ihren Gunsten packen.

Beim SC Flörsheim ist nach einigen Enttäuschungen dank des Bravourstückchens beim Tabellenführer wieder Optimismus angesagt. Den hatte vor dem Wettkampf schon SC-Vorsitzender Wolfgang Ruppert verbreitet. „Zum einen wissen wir alle, dass wir besser spielen können als bisher. Zum anderen können wir mit der in dieser Saison besten Mannschaftsaufstellung spielen.“

Die Ansprache (per E-Mail) kam nicht nur an; sie zeigte auch Wirkung. Die Flörsheimer wollten sich in Rödermark zumindest nicht leicht geschlagen geben und hielten lange an allen Brettern, was die Schachspieler eine solide Stellung nennen. Erst mit fortschreitender Spieldauer kam „Bewegung“ in die einzelnen Partien. Im Fall von Luis Kuhn war der Gegner besser unterwegs und holte erst Material und dann die Führung für die Hausherren. Doch Wolfgang Pötschke glich nach erfolgreichen Angriffszügen aus. Cesar Vega Lopez hatte einiges durchzustehen, ehe er selber „zum Zug“ kam und die Flörsheimer in Führung brachte. Wolfgang Ruppert erhöhte auf 3:1, womit die Gäste begannen, auf einen Sieg beim Spitzenreiter zu spekulieren. Markus Lahr hatte Glück, dass sein Gegner in arger Zeitnot seine Gewinnmöglichkeiten nicht nutzte und im Endspiel mit Turm, Läufer und Springer gegen zwei Türme Remis anbot. Der Flörsheimer nahm hoch erfreut an und ermöglichte es Zaharias Clitan, seinerseits mit Zugwiederholung (trotz besserer Stellung) ein weiteres Remis zu erzielen.

Dies geschah mit Blick auf den Gesamtspielstand. Die Flörsheimer führten jetzt 4:2 und hatten einen Mannschaftspunkt sicher. Michael Budde machte es aber noch einmal spannend, als er nach zweifelhaftem Springeropfer aufgeben musste. Alexander Stegmaier eroberte einen Mehrbauern, doch war das Damenendspiel für ihn nicht zu gewinnen – für seinen Gegner aber auch nicht. Das Remis nach knapp fünf Stunden Spielzeit sicherte das unverhoffte 4,5:3,5 für den Schachclub.

Große Freude herrschte auch bei der zweiten Flörsheimer Mannschaft, die beim SC Hattersheim II mit 5:3 gewann und damit die Tabellenführung in der Bezirksklasse A zurückeroberte, weil der seitherige Spitzenreiter SV Raunheim II das Derby gegen den SV Rüsselsheim mit 3:5 verlor. Damit sind auch die möglichen Aufsteiger schon benannt. Der Schachclub und seine Konkurrenz von jenseits des Mains haben allesamt 10:2 Punkte auf dem Konto. Die Flörsheimer mussten ihre einzige Niederlage in Raunheim quittieren und spielen zum Saisonschluss am 9. Spieltag in Rüsselsheim.

Bei den ungefährdeten Hattersheimern, die mit einem Sieg noch einmal herangekommen wären, gab es zwei kampflose Flörsheimer Partiegewinne (Michael Beck und Dr. Thomas Meaubert) und eine kampflose Niederlage, womit die Gäste gleich einmal vorne lagen. Den Mannschaftssieg sicherten Wahid Jamali und Thomas Seidel mit vollen Punktgewinnen und ein Remis, das James Beerbower beisteuerte. Nur Uwe Pötschke verlor.

Und wieder 4,5:3,5

Es bleibt dabei: 4,5:3,5 gewonnen bleibt das Lieblingsresultat von Flörsheims dritter Mannschaft in der Bezirksklasse C. Beim ernsthaften Verfolger SV Hofheim VI gab es das zum vierten Mal im sechsten Spiel. Die Flörsheimer schüttelten die Hofheimer damit ab und behielten ihre blütenweiße Weste (12:0 Punkte) und die alleinige Tabellenführung. Doch sind die beiden Bad Sodener Mannschaften (IV und V) mit zwei beziehungsweise drei Punkten Rückstand durchaus noch im Rennen. In der Kreisstadt gewannen für den Schachclub Jakob Hartung, Kai Hübner und Lukas Battenfeld. Die drei Remis von Dominik Schwarz, Ralf Rupp und Lothar Kanert reichten zum Gesamtsieg, weil nur Rolf Mayer und Henry Ruppert verloren.

Ganz bitter hingegen war das 0:5 der Flörsheimer Schachkids bei der SVG Eppstein III. Beim neuen Tabellenführer der Kreisklasse B2 mussten sich Max Stapel, Jan Litzinger, Nikolaji Politoukhin, Daemen Stibin und Tom Stapel deutlich geschlagen geben. Damit sind die Aufstiegschancen des Schachclubs eine Runde vor Schluss deutlich gesunken.


Der Schachclub im Glück
     4,5:3,5-Erfolg im Abstiegsduell gegen Bensheim II / Zweite und Dritte hoffen

(al) – Mit einem knappen 4,5:3,5-Sieg gegen die ebenfalls abstiegsgefährdete Schachgesellschaft Bensheim II konnte der Schachclub Flörsheim in der hessischen Landesliga Süd wertvollen Boden gutmachen. Mit jetzt ausgeglichenem Punktekonto (7:7) kletterten die Flörsheimer im Zehnerfeld sogar auf Rang 5. Bleibt es bei zwei Absteigern, kann ihnen nichts mehr passieren, weil der Vorsprung gegenüber Schlusslicht König Nied II und den Bensheimern fünf beziehungsweise vier Punkte beträgt. Erhöht sich die Zahl der Absteiger auf drei oder vier, kann es noch einmal eng werden. Denn die Schachfreunde Kelkheim (5:9), Freibauer Mörlenbach-Birkenau II und der SC Lorsch (beide 6:8) sitzen den Mainstädtern im Nacken.
Die schätzten sich unheimlich glücklich, als sie die zwischenzeitlich heikle Aufgabe gegen die Bergsträßer am Ende etwas unverhofft doch noch gewonnen hatten. Lange Zeit sahen die Gäste wie der Sieger aus. Luis Kuhn verlor in Zeitnot durch einen Mattangriff. Cesar Vega fand keine Mittel, die gegnerische Verteidigung aus den Angeln zu heben, und musste in ein Remis einwilligen. Markus Lahr verwechselte gar die Varianten aus einer vorausgegangenen Partie, spielte also gewissermaßen unter falschen Voraussetzungen und verlor zum 0,5:2,5 für die Bensheimer, die nun umso mehr hofften, mit den bis dahin zwei Punkte besser stehenden Flörsheimern gleichzuziehen.
Daran änderte auch der Partiegewinn von James Beerbower zum 1,5:2,5 kaum etwas. Denn an allen anderen Brettern sahen die Flörsheimer kaum Gewinnchancen. Das änderte sich erst, als Michael Budde im Turmendspiel unverhofft voll punktete. Wolfgang Pötschke hielt mit einem Remis durch Dauerschach den jetzt erreichten Gleichstand. Alexander Stegmaier hatte zwar leichte Vorteile, kam aber ebenfalls über ein Remis zum 3,5:3,5 nicht hinaus. Unter diesen Bedingungen bewies Wolfgang Ruppert in der „finalen Partie“ einmal mehr starke Nerven. Er wollte den Gewinn (und den Mannschaftssieg) erzwingen, trotz ausgeglichener Stellung – und profitierte tatsächlich von einem unerwarteten Fehlzug seines nervlich nicht so stabilen Kontrahenten, der den Flörsheimern zum knappen 4,5:3,5-Erfolg verhalf. Der war auch insofern reichlich nötig, als man in den beiden ausstehenden Spielen auf die beiden an der Tabellenspitze stehenden Gernsheimer Mannschaften trifft.

Flörsheims Zweite verteidigte mit einem glatten 5:2 gegen Schlusslicht Frankfurt-West II die Tabellenführung in der Bezirksklasse A. Die Flörsheimer weisen nun 12:2 Punkte auf, könnten aber von der Konkurrenz auf der anderen Mainseite (Raunheim II und Rüsselsheim, je 10:4) noch überholt werden. Gegen die Gäste aus Unterliederbach und Zeilsheim kamen die Flörsheimer zu zwei kampflosen Brettpunkten; eine weitere Partie wurde nicht gewertet, weil beide Mannschaften das Brett unbesetzt ließen. Thomas Seidel steuerte einen weiteren vollen Punkt auf der Habenseite bei, so dass die vier Remispartien von Michael Beck, Dr. Thomas Meaubert, Lothar Kanert und Andreas Weber zum glatten Gesamtsieg reichten.

Flörsheims Dritte hingegen musste in der Bezirksklasse C die Tabellenführung wieder hergeben. Gegen den Verfolger Frankfurt-West III gab es ein knappes 3,5:4,5. Nur Eray Coscun konnte seine Partie gewinnen. Rolf Mayer und Günther Butz verloren. Die fünf Remis durch Dominik Schwarz, Ralf Rupp, Jakob Hartung, Lukas Battenfeld und Henry Ruppert reichten also nicht. Die zuvor sechs Mal in Serie siegreichen Flörsheimer mussten den punktgleichen SC Bad Soden IV vorbeiziehen lassen (beide 12:2), stehen aber noch auf einem Aufstiegsplatz vor Bad Soden V (11:3) und Frankfurt-West III (10:4).

Flörsheims Vierte musste eine weitere herbe Enttäuschung hinnehmen. Gegen Frankfurt-West IV gab es ein deutliches 1:4, womit die Schachkids die Playoffs in der Kreisklasse B verpassten. Sie wurden am Ende mit ausgeglichenem Punktekonto Dritter, während Gegner West IV und die SVG Eppstein III um den Aufstieg in die Kreisklasse A spielen. Gegen die Frankfurter Vorstädter gab es nur einem kampflosen Punkt (für Shekeb Jamali). Jan Litzinger, Nikolaj Politoukhin, Niklas Stegmaier und Kai Litzinger verloren.