29.08. Jahreshauptversammlung beim Schachclub: „Wir sind super aufgestellt“

FLÖRSHEIM (al) – 15 der knapp 90 Mitglieder des Schachclubs trafen sich zur Jahreshauptversammlung in der Stadthalle und zogen überaus zufrieden Bilanz. „Wir sind super aufgestellt“, freute sich Vorsitzender Wolfgang Ruppert und dankte den aktiven Spielern wie auch seinen Vorstandskollegen.

Eine besonderes Hallo! galt einer Reihe von neuen Spielern, die sich dem Flörsheimer Schachclub angeschlossen haben und, so Ruppert, bereits bestens integriert sind. An sportlichen Erfolgen stellte der Vereinsvorsitzende den Aufstieg der dritten Mannschaft in die Bezirksklasse C heraus, nachdem sie ein Jahr zuvor noch im Abstiegskampf der Kreisklasse A gestanden hatte. Mächtig gefreut hat man sich beim Schachclub über die erfolgreiche Verteidigung des MTS-Pokals. Im darauf folgenden Hessenpokal kamen die Flörsheimer immerhin in die zweite Runde, als sie den Oberligisten SK Kassel sensationell deutlich (3,5:0,5) besiegten. Dann aber war Schluss, weil es gegen den Landesliga-Aufsteiger Bensheim II nur zu einem 2:2 reichte und der favorisierte Schachclub die schlechtere Unterwertung hatte.

Wolfgang Ruppert stellte aber auch die vielen Turnierbesuche einzelner Spieler heraus, die in den verschiedensten Wettbewerben um Rating-Punkte kämpfen. Die Turnierwege führten unter anderem nach Lanzarote und Sardinien, wo sich die Flörsheimer durchaus mit Erfolg einer internationalen Konkurrenz stellten. Besonders hervorgehoben wurde in der Jahreshauptversammlung die Leistungs“explosion“ bei Samuel Weber, der die Hessenmeisterschaft der unter 16-Jährigen errang und kurz davor steht, sich den „Fidemeister“-Titel des Weltschachverbandes zu sichern. Der Ehrgeiz des jungen Menschen hat nun freilich auch zur Folge, dass er sich dem Schachverein Oberursel angeschlossen hat, um für den in der Oberliga Ost zu spielen, der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Für diesen Entschluss hat man bei seinem „Stammverein“ in Flörsheim volles Verständnis, wenn auch nur „schweren Herzens“, wie Wolfgang Ruppert bekundete. Vater Andreas Weber dankte den Flörsheimer Vereinsfreunden (und allen voran dem Jugendleiter Wahid Jamali) für die „tolle Förderung“, die Sohn Samuel hier genossen habe und die ihn so schnell so weit nach vorne gebracht habe.

Auch der Vergnügungsausschuss des Schachclubs mit Melanija Tkalec und Thomas Seidel konnte zufrieden Bilanz ziehen. Das Sommerfest fand diesmal im schönen Ambiente beim Verein „Stern des Südens“ und damit gewissermaßen bei der Schachfamilie Schwarz statt, wo man sich bestens unterhielt und auch die eine oder andere Partie austrug. Zur Weihnachsfeier waren 83 Gäste gekommen, „eine stolze Zahl“, so Vorsitzender Wolfgang Ruppert. Zu den Höhepunkten zählte die Ernennung von Dominik Schwarz zum Spieler des Jahres 2016.

SC-Turnierleiter Michael Beck äußerte Genugtuung, dass die Vereinsturniere wie auch die offene Flörsheimer Stadtmeisterschaft sehr gut angenommen werden. Jugendleiter Wahid Jamali hat ebenso mit Andrang zu kämpfen. Im Schnitt kommen 25 Schachkids zu den freitäglichen Übungsstunden in die Clubräume der Stadthalle. In der Kreisklasse B wurde der Flörsheimer Nachwuchs in den Playoffs zwar „nur“ Zweiter, doch darf man das getrost als Erfolg werten. In der Schülerliga waren die Flörsheimer diesmal Sieger und beim renommierten Hofheimer Jugend-Open stellten sie mit elf Teilnehmern die stärkste Truppe. „Das ist schon Werbung für unseren Verein“, hob Jamali hervor. Für ihn und seine Mitstreiter bedeutet die intensive Jugendarbeit natürlich auch eine große Herausforderung. Gleichwohl haben sich die Flörsheimer auch auf der MTS-Bezirksebene engagiert, wo sie Teile des sogenannten Kadertrainings für die besten Nachwuchsspieler aus den einzelnen Vereinen übernommen haben.

Kassierer Lukas Platt äußerte sich zufrieden mit dem Kontostand des Schachclubs, regte aber wegen zunehmender Aufwendungen im Verein und Unsicherheiten bei der städtischen Vereinsförderung eine moderate Beitragserhöhung an. So zahlen Erwachsene beim Schachclub künftig 60, Jugendliche 40 und Familien 100 Euro im Jahr. Die Entlastung des Kassierers wie des gesamten Vorstands erfolgte einstimmig. Neuer zweiter Vorsitzender ist jetzt Uwe Pötschke, der Markus Lahr ablöste. Dem bleibt freilich genug zu tun, weil er sich um die umfängliche Homepage des Schachclubs kümmert.


06.07. Pokalsensation - Schachclub besiegt Oberligisten

(al) – „Echt ein Knaller. Bärenstark, unsere Truppe“, freute sich Schachclub-Vorsitzender Wolfgang Ruppert nach dem sensationellen Pokalsieg gegen den Schachklub Kassel, der immerhin mit der ersten Mannschaft in der deutschen Oberliga Ost und mit der zweiten in der hessischen Verbandsliga Nord spielt. Zwar waren die Gäste ohne ihre Internationalen- und Fide-Meister angereist, doch das schmälert den Flörsheimer Erfolg nur unwesentlich – fiel er doch mit 3,5:0,5 überaus deutlich aus.
Der Schachclub, der den Aufstieg von der Landes- in die Verbandsliga nur knapp verpasst hat, fand Trost im Pokalfinale des Bezirks Main-Taunus, als er mit einem 3,5:0,5-Finalsieg gegen den SC Hattersheim seinen Titel erfolgreich verteidigte. Damit ging die Saison „in die Verlängerung“. Denn nun spielen die Flörsheimer im Pokal auf Landesebene weiter – und nicht nur eine Ehrenrunde. Vor dem Heimspiel gegen die hoch favorisierten Kasselaner motivierten sich die Flörsheimer gegenseitig. „Man wächst mit seinen Aufgaben“, lautete die Parole. Zusätzlich motiviert wurde das Flörsheimer Viererteam am Spieltag durch die Anwesenheit einer Reihe von „Kiebitzen“, die das Geschehen an den Brettern mit zunehmendem Vergnügen verfolgten.
Denn entgegen den Erwartungen konnten die Gäste keine Akzente setzen. Drei der vier Flörsheimer gerieten nicht ernsthaft in Gefahr. Lediglich Markus Lahr verstrickte sich in taktischen Verwicklungen, profitierte bald aber vom schwachen gegnerischen Weiterspiel. In der Folge bekamen die Gastgeber an den drei ersten Brettern die Initiative. Wolfgang Ruppert opferte einen Bauern und schaffte damit Platz für einen Angriff auf die gegnerische Königsstellung. Gleiches gelang Luis Kuhn unter noch größeren Materialopfern. Christian Specht attackierte zunächst die gegnerischen Figuren, kam aber nach ein paar genauen Zügen ebenfalls zum Königsangriff. Ruppert gewann als erster, Specht ließ gleich das 2:0 folgen. Damit hatten die Flörsheimer nicht nur ein Unentschieden sicher, sondern schon das Weiterkommen. Denn hätten die Gäste die ausstehenden zwei Partien gewonnen und zum 2:2 ausgeglichen, wären sie dennoch ausgeschieden, weil die Flörsheimer das erste Brett (Ruppert) für sich entschieden hatten.
Der Vereinsvorsitzende konnte dann bestgelaunt zuschauen, wie sich die beiden letzten Begegnungen hinzogen. Der Oberligist wollte zumindest Ergebniskosmetik, was ihm aber nicht im gewünschten Maß gelang. Luis Kuhn gewann sein Material zurück und ging mit Qualitätsvorteil ins Endspiel. Er gewann, weil sein Gegenüber das Zeitlimit überschritt. Markus Lahr brachte sich in weitere taktische Turbulenzen, konnte dann aber genug Figuren abtauschen, dass kein gewinnbringendes Material mehr auf dem Brett war. Damit hatten er wenigstens ein Remis gerettet und die Kasselaner das 0:4 verhindert.
In der zweiten Runde treffen die Flörsheimer – wieder an eigenen Brettern – am 16. Juli auf Bensheim II. Hier gilt es, aufzupassen. Die Bergsträßer spielen nämlich „nur“ Bezirksoberliga, also eine Klasse tiefer als die Flörsheimer. Das birgt die Gefahr in sich, sie zu unterschätzen. Also formuliert auch Daueroptimist Wolfgang Ruppert zurückhaltend: „Ich denke, die Chancen sind sehr gut.“



25.04. Eine herbe Enttäuschung
Mit einem 2:6 in Bad Soden verspielt der Schachclub Meisterschaft und Aufstieg

(al) – Am letzten Spieltag der Saison 2016/17 verspielte der Schachclub Flörsheim die Meisterschaft der Hessischen Landesliga Süd und damit den Aufstieg in die Verbandsliga. Das 2:6 beim seitherigen Verfolger SC Bad Soden war – auch in seiner Deutlichkeit – eine herbe Enttäuschung. Manche nannten es auch ein Desaster.
Die Flörsheimer hatten allen Grund, optimistisch in die Kurstadt zu fahren. In den acht vorausgegangenen Saisonspielen hatten sie sieben Mal gewonnen und nur einmal unentschieden gespielt (4:4 gegen den Tabellenvierten SK 1980 Gernsheim II). Und im ersten von zwei „Endspielen“ zum Saisonschluss hatten sie den Mitkonkurrenten Freibauer Mörlenbach-Birkenau II eindrucksvoll mit 6:2 aus dem Rennen geworfen. Keiner war darauf gefasst, dass man nun mit dem gleichen Resultat in Bad Soden unter die Räder würde. Damit hatten die Kurstädter am Ende 16:2 Punkte und sind Landesliga-Meister vor dem SC Flörsheim (15:3) und Mörlenbach/Birkenau II (14:4). Dem Schachclub bleibt nur der „undankbare“ Titel Vizemeister. Der finale Schock drängt jedoch stark in den Hintergrund, dass die Flörsheimer insgesamt eine beeindruckend gute Saison gespielt haben. Sie stehen ja auch im Endspiel des MTS-Pokals, in dem sie auf den SC Hattersheim treffen.
Beim Finale in Bad Soden sah es für den Schachclub lange Zeit nicht einmal schlecht aus, obwohl mit Alexander Stegmaier (Kommunion des Sohnes) und Samuel Weber (Praktikum übers Wochenende) zwei Topscorer fehlten und die Stammspieler ab Brett 3 aufrücken mussten. Zwar spielte nur Wolfgang Pötschke einen greifbaren Vorteil heraus, doch beim amtierenden Tabellenführer blieb man zuversichtlich mit dem Wissen, dass schon ein 4:4-Unentschieden zur Meisterschaft reichen würde. Unentschieden blieb der Wettkampf aber nur bis zum 1:1-Zwischenstand. Luis Kuhn nahm ein gegnerisches Figurenopfer an, was ein Remis durch Dauerschach zur Folge hatte. Wahid Jamali agierte ziemlich zurückhaltend, verriegelte den Königsflügel und willigte schließlich in das zweite Remis ein.
Dann aber kamen vier unerwartete Verlustpartien. Zaharias Clitan verlor den Überblick und Material am Damenflügel; Markus Lahr leistete sich in ausgeglichener Position einen glatten Fehlgriff; Michael Budde konnte sich der gegnerischen Leichtfiguren nicht erwehren; und Wolfgang Ruppert musste sich im Endspiel nach starkem Angriff auf seinen König ebenfalls geschlagen geben.
Mit dem 1:5-Zwischenstand war die Sache gelaufen. Edgar Winand und Wolfgang Pötschke vereinbarten daher die beiden anderen Flörsheimer Remis zum 2:6-Endstand.
„Undankbar“ ist auch der dritte Platz der Flörsheimer Zweiten in der Bezirksklasse A. Bei der SVG Eppstein II kam sie über ein 4:4 nicht hinaus, hatte damit nur 12:6 Punkte und musste dem SV Hofheim IV (17:1) die Meisterschaft und dem SV Groß-Gerau (14:4) den zweiten Aufstiegsplatz überlassen. In der Burgstadt gab es vier Remis an den oberen Brettern (Michael Beck, James Beerbower, Uwe Pötschke, Andreas Weber). Darunter gewannen Thomas Seidel und Lukas Platt, während Dominik Schwarz und Carsten Michel verloren.
Die Dritte steigt auf
Richtig glücklich waren hingegen die Akteure der „altersgemischten“ Flörsheimer Dritten. Sie wurde mit 15:3 Punkten Vizemeister der Kreisklasse A und steigt in die Bezirksklasse C auf. Meister wurde der SV Hofheim VI, der alle neun Saisonspiele siegreich bestritt (und den Flörsheimern die einzige Niederlage zufügte). Einen Punkt hinter den Flörsheimern kam der SV Kelsterbach III auf Rang 3.
Der knappe Vorsprung zeigt, dass die Flörsheimer ihr letztes Saisonspiel beim Absteiger SV Griesheim II gewinnen mussten, um ihren zweiten Platz zu behalten. Da sich die Griesheimer noch hätten retten können, wurde es eng. Kai Hübner und Routinier Ralf Rupp gewannen die ersten beiden Bretter. Dahinter gab es Remis für Paula Ruppert, Lukas Battenfeld und Rolf Mayer. Nur Lothar Kanert verlor.
Flörsheims Vierte verlor in der Kreisklasse B2 ziemlich überraschend beim SV Hofheim VIII mit 2:3 und gab am letzten Spieltag doch noch die Tabellenführung her. Gruppensieger wurde der SC Frankfurt-West IV mit einem Punkt Vorsprung vor dem Schachclub. Das machte aber nichts, denn die Flörsheimer sind auch als Gruppenzweiter für die Relegation um den Aufstieg in die Kreisklasse A qualifiziert. Und da liegen sie erst einmal mit vorne, weil sie den SC Frankfurt-West in der Punktrunde 3:2 besiegt haben und dieses Ergebnis auch für die Relegation gewertet wird. Die beiden anderen Gegner sind der SV Hofheim VII und der SV Kelsterbach IV, die in der Kreisklasse B1 die ersten beiden Plätze belegten.
Die Niederlage bei Hofheims 8. Mannschaft war die einzige Saisonniederlage für die Jüngsten des Schachclubs. Nur Jan und „Neuling“ Kai Litzinger gewannen. Henry Ruppert, Eray Coscun und Shekeb Jamali (ebenfalls erstmals eingesetzt) verloren.



18.04. Drei Titel und fünf Pokale
Einmal mehr ist der Schachclub bei den Hessenmeisterschaften der Jugend erfolgreich

(al) – Drei Titel und fünf Pokale gab es für den Schachclub Flörsheim bei den Hessischen Einzelmeisterschaften der Jugend, die vor den Osterfeiertagen in der Bad Homburger Jugendherberge ausgetragen wurden.
Samuel Weber war bei den unter 16-Jährigen gleich doppelter Hessenmeister. Er gewann sowohl die klassische Meisterschaft (Langzeit-Partien) als auch den Blitz-Wettbewerb. Beeindruckend war vor allem, wie der Flörsheimer den Meistertitel gewann, nämlich mit sieben Siegen in sieben Spielen. Damit lag er ab der dritten Runde alleine an der Spitze des 20-köpfigen Feldes, und am Ende hatte er seine stärksten Rivalen Maurice Schirra (Wehlheiden) und Tobias Kühner (Gernsheim) um volle zwei Punkte „abgehängt“.
Den dritten Meistertitel für die Flörsheimer Schachjugend erspielte Paula Ruppert beim Blitzturnier der unter 14-jährigen Mädchen. In den Langzeitpartien hatte es für die einstige Hessenmeisterin „nur“ zu Platz 3 gereicht. Alle 22 weiblichen Teilnehmer der Hessischen Jugendmeisterschaften waren in einem Turnier von der U14 bis zur U18 angetreten. Paula Ruppert wurde Zehnte mit 3,5 Punkten aus sieben Partien und war damit die Drittbeste der U14. Das bedeutete immerhin einen Platz auf dem Siegertreppchen und einen weiteren Pokal, den  Schachclub-Vorsitzender Wolfgang Ruppert und seine Schützlinge mit nach Hause nehmen konnten.
Womöglich der glücklichste Flörsheimer in Bad Homburg war aber Lothar Kanert, der im Offenen Turnier der U18 angetreten war und mit seinem respektablen vierten Platz (unter 56 Teilnehmern) einer der Pokalgewinner war. Kanert verlor nur eine Partie, hatte zum Schluss 5,5 Punkte und lag damit gleichauf mit dem Turnierzweiten Marcel Ruhl aus Arolsen, aber anderthalb Punkte hinter dem überragenden Turniersieger Dietmar Wachsmann aus Groß-Umstadt.
Mächtig Anerkennung gab es auch für die vier jüngsten Flörsheimer in Bad Homburg. Ganz knapp verpasste Henry Ruppert bei den unter 10-Jährigen den Sprung auf das Siegertreppchen, als er in der Schlussrunde noch eine Niederlage einstecken musste und auf Platz 8 zurückfiel, was aber bei 69 Teilnehmern immer noch einen großartigen Erfolg darstellte. Flörsheims Tom Stapel belegte Platz 58, konnte aber durchaus zufrieden sein, weil das den Erwartungen beim Schachclub entsprach. Bei den unter 12-Jährigen gaben zwei weitere Flörsheimer ihr Debüt bei einer Hessenmeisterschaft. Jan Litzinger und Nikolaj Poulitoukhin kamen auf die Plätze 63 und 67 (von 71), worüber sie auch dank je zweier Partiesiege aber nicht enttäuscht sein mussten. Denn „bei der starken Konkurrenz galt es mehr, wichtige Turniererfahrungen zu sammeln“, tröstete Wolfgang Ruppert.
Unabhängig von Titeln und Pokalen war der Schachclub-Vorsitzende auch mächtig stolz, „dass noch nie so viele Flörsheimer – nämlich sieben – an einer Jugend-Hessenmeisterschaft teilgenommen haben“.
Und nun fiebert man beim Schachclub dem Saisonfinale entgegen. Am Sonntag, 23. April, können alle (!) vier Mannschaften des Vereins in Auswärtsspielen Meisterschaft oder Aufstieg schaffen. Besonders gespannt ist man, ob die Erste in der Landesliga beim direkten Verfolger SC Bad Soden die Tabellenführung verteidigen kann. Dazu würde bereits ein 4:4-Unentschieden genügen.

Bildunterschrift:

Die erfolgreichsten Flörsheimer Schach-Jugendlichen bei den Hessischen Einzelmeisterschaften in Bad Homburg: Samuel Weber, Paula Ruppert und Lothar Kanert (von links).

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28.03. Triumph im Spitzenspiel
Schachclub besiegt den Verfolger Freibauer Mörlenbach/Birkenau mit 6:2


(al) – Der Schachclub Flörsheim hat das erste der beiden Spitzenspiele zum Saisonfinale in der hessischen Landesliga Süd triumphal gewonnen. Gegen den starken Aufsteiger Freibauer Mörlenbach/Birkenau gab es ein unerwartet hohes 6:2, womit die Flörsheimer ihr Punktekonto auf 15:1 schraubten und ihre Tabellenführung verteidigten. Am letzten Spieltag (23. April) kommt es daher zu einem echten Endspiel, wenn die Flörsheimer zum Tabellenzweiten SC Bad Soden reisen. Da die Kurstäder einen Punkt zurückliegen (14:2), genügt dem Schachclub ein Unentschieden, um Meister zu werden und in die Verbandsliga aufzusteigen. (Der zweite Platz würde nicht zum Aufstieg reichen.)
Schachclub-Vorsitzender Wolfgang Ruppert hatte eigentlich keinen Grund, seine Mitspieler vor dem Aufsteiger aus Mörlenbach und Birkenau zu warnen. Die Gäste lagen an dritter Stelle und nur einen Punkt hinter den Flörsheimern, hatten also selbst noch Titelambitionen. Die hatten sie auch dick unterstrichen, als sie den bis dahin in sieben Spielen siebenmal siegreichen Langzeit-Tabellenführer SC Bad Soden mit 5:3 vom Thron stießen. Nun sollte das gleiche mit dem neuen Tabellenführer vom Main passieren.
Die Partien entwickelten sich allesamt nur langsam; an allen Brettern ließen die Kontrahenten Vorsicht walten. In den Mittel- und Endspielen ging dann aber „die Post ab“. Luis Kuhn riss die schwarze Königsstellung mit einem Materialopfer auf und fuhr den ersten vollen Punkt ein. Samuel Weber glänzte gar mit einem sehenswerten Damenopfer und setzte den weißen König im Zentrum (!) matt. Alexander Stegmaier hatte zwar einen Bauern gewonnen, aber mit Blick auf die Stellung und die ungleichen Läufer (und auf die gute Flörsheimer Ausgangslage) willigte er in ein Remis ein. Michael Budde „litt“ unter einer zerrütteten Bauernstellung und unter dem gegnerischen Läuferpaar, konnte aber dank eines starken Springers im Zentrum den vollen Punkt erspielen.
Damit führten die Flörsheimer 3,5:0,5 – die Sache konnte nicht mehr schiefgehen. Markus Lahr spielte „nichts Zwingendes“ und begnügte sich mit einem Remis zum 4:1, ehe Wolfgang Pötschke und Zaharias Clitan konzentriert Material und dann ihre Partien gewannen. Wolfgang Ruppert sah mit einer Bauernphalanx am Damenflügel und materiellen Vorteilen lange wie der sichere Sieger aus, doch seine Angriffsbemühungen verloren zunehmend an Wirkung, so dass sein Kontrahent am Ende den einzigen Partiegewinn für die enttäuschten Freibauern einfahren konnte. Das 6:2 bringt den Flörsheimern trotzdem einen kräftigen Motivationsschub für das „Endspiel“ in Bad Soden.
Zur Motivation trugen auch die beiden anderen Mannschaften bei, die an den benachbarten Brettern in der Stadthalle ihre Spiele ebenfalls gewannen. Die Zweite setzte sich in der Bezirksklasse A gegen die Hochheimer Schachfreunde 5:3 durch und wahrte damit die Chance, am letzten Spieltag den Tabellenzweiten SV Groß-Gerau doch noch zu überholen und in die Main-Taunus-Liga aufzusteigen. Die Kreisstädter stehen zwei Punkte besser als die Flörsheimer, haben aber weniger Brettpunkte auf dem Konto. Flörsheims Dritte gewann das Spitzenspiel der Kreisklasse A gegen den SV Kelsterbach III sensationell hoch mit 5:1 und schob sich damit vor die Gäste auf den Aufstiegsrang 2. Der sollte am letzten Spieltag gegen den Abstiegskandidaten SV Griesheim II eigentlich gehalten werden, womit die Flörsheimer in die Bezirsklasse C kletterten. Gegen Kelsterbach gewannen Kai Hübner, Lukas Battenfeld, Lothar Kanert und Günther Butz; Remis gab es für Ralf Rupp und Paula Ruppert.
Bliebe zu erwähnen, dass auch Flörsheims diesmal spielfreie Vierte am letzten Spieltag noch Meister der Kreisklasse B werden kann. Dazu muss ein Sieg beim SV Hofheim VIII her, wo die unbesiegten Flörsheimer Schachkids durchaus in der Favoritenrolle sind.

Im Pokalendspiel
Im hart umkämpften Halbfinale des MTS-Viererpokals kam der Schachclub Flörsheim zu einem 2:2-Unentschieden bei der zweiten Vertretung des SC Bad Soden. Die Flörsheimer waren dennoch der Sieger, weil sie die bessere Unterwertung hatten. Dafür ausschlaggebend war der Sieg von Samuel Weber am ersten Brett. Den zweiten vollen Punkt erzielte Markus Lahr am dritten Brett, während Luis Kuhn und Michael Budde an 2 und 4 verloren. Im Finale treffen die Flörsheimer Titelverteidiger auf den Nachbarn SC Hattersheim, der sich überraschend gegen den SC Bad Soden I mit 2,5:1,5 durchgesetzt hat.



08.03. Der Schachclub liegt wieder vorne
           Glatter 6,5:1,5 Sieg in Heppenheim bringt die Tabellenführung in der Landesliga

(al) – Am 7. Spieltag der Verbandsrunde fuhren die vier Mannschaften des Schachclubs allesamt Siege ein. Herausragend dabei das 6,5:1,5 der Ersten bei den Schachfreunden Heppenheim, mit dem sich die Flörsheimer die Tabellenführung der Hessischen Landesliga Süd eroberten. Denn der seitherige Spitzenreiter SC Bad Soden verlor das Spitzenspiel beim Verfolger Freibauer Mörlenbach-Birkenau II mit 3:5 und musste die Flörsheimer vorbeiziehen lassen.
Der Schachclub steht damit vor einem Saisonfinale, wie es spannender kaum sein könnte. An den letzten beiden Spieltagen hat er es mit seinen beiden Verfolgern zu tun, die sich ihrerseits noch Chancen auf Meisterschaft und Aufstieg ausrechnen. Zuerst geht es an eigenen Brettern gegen Mörlenbach-Birkenau (26. März) und dann nach Bad Soden (23. April). Die Flörsheimer sind jetzt als einziger Landesligist noch unbesiegt (13:1 Punkte), doch die Kontrahenten aus dem Odenwald und der Kurstadt liegen nur ein einziges Pünktchen zurück (12:2). Auf Unentschieden zu spielen macht da wenig Sinn. Platz 2 würde nämlich für den Aufstieg nicht reichen. Aber es gilt: „Wir haben es selbst in der Hand.“
Diese Devise hatte SC-Vorsitzender Wolfgang Ruppert schon vor dem Spiel beim Abstiegskandidaten in Heppenheim ausgegeben. Gedacht war das so: Bad Soden bleibt vorne und Flörsheim bleibt dran, bis beide am letzten Spieltag aufeinander treffen und der Schachclub mit einem Sieg Meister werden könnte. Dass die beeindruckende Sodener Siegesserie in Mörlenbach reißen könnte, galt als möglich, aber eher unwahrscheinlich.
Es ist aber so gekommen. Die Flörsheimer sind vom Verfolger zum Favoriten geworden, was auch mit den letzten beiden Resultaten zusammenhängt: 7:1 gegen SK Langen II und jetzt 6,5:1,5 in Heppenheim – keine einzige Partie wurde verloren.
In Heppenheim gingen die Flörsheimer allein deshalb voll konzentriert an die Bretter, weil sie nämlich nicht wieder unangenehme Erfahrungen machen wollten. Die Bergsträßler hatten nämlich in den letzten Jahren manchen Abstiegskampf bestanden, nachdem ihnen gegen die Mainstädter unverhofft Punkte zuteil geworden waren. Diesmal hegten sie diese Hoffnung vergebens. Aus Flörsheimer Sicht war schon viel gewonnen, als Wolfgang Ruppert am Spitzenbrett ein Remis gegen den wohl stärksten Spieler der Landesliga, den Fidemeister Hans-Joachim Clara, erzielte. Beide spielten sich in eine aus der Theorie bekannte Stellung und verzichteten dann auf die (laut Theorie) zweischneidige Fortsetzung. Es folgte die Flörsheimer Führung durch Luis Kuhn, der eine heftige Auseinandersetzung nach nur 18 Zügen für sich entscheiden konnte. Samuel Weber erhöhte auf 2,5:0,5, nachdem er dank starken Drucks am Damenflügel Material gewonnen hatte. Alexander Stegmaier nutzte einen gedeckten Freibauern zu einem weiteren Flörsheimer Brettpunkt. Markus Lahr ließ einige Chancen liegen und nahm dann, mit Blick auf die gute „Gesamtsituation“ der Mannschaft, ein Remis an. Es stand 4:1, und aus dem gleichen Blickwinkel folgte Wolfgang Pötschke Lahrs Beispiel. Das dritte (und letzte) Remis entschied den Mannschaftskampf frühzeitig zu Gunsten der Flörsheimer.
Die beiden restlichen Partien zogen sich hin. Jeweils ein Mehrbauer reichte Zaharias Citlan und Michael Budde, um in langwierigen Endspielen zwei weitere Flörsheimer Brettpunkte zum 6,5:1,5-Endstand einzufahren.

Auch die Vierte liegt vorne
Flörsheims Zweite wahrte in der Bezirksklasse A ihre Aufstiegschancen mit einem 6:2 bei den Schachfreunden Taunus (Königstein/Schwalbach). An den Brettern 4 bis 8 gab es ausnahmslos Siege durch Uwe Pötschke, Andreas Weber, Thomas Seidel, Dominik Schwarz und Carsten Michel. Vorne sahen die Gäste nicht so gut aus. Michael Beck und Wahid Jamali remisierten; Edgar Winand verlor. Der SC Flörsheim II rückte mit jetzt 9:5 Punkten auf Platz 3 vor, zwei Zähler hinter dem SV Groß-Gerau (11:3), die noch wettzumachen sind. Nicht mehr zu holen (aus Flörsheimer Sicht) ist hingegen Spitzenreiter SV Hofheim IV, der auch sein siebtes Saisonspiel gewann (14:0 Punkte).

Ebenfalls auf einem „undankbaren“ dritten Platz liegt Flörsheims Dritte in der Kreisklasse A nach dem 5:1 beim SC Hattersheim IV. Mit 11:3 Zählern „lauert“ man einen Punkt hinter dem SV Kelsterbach III und drei Punkte hinter dem sieben Mal siegreichen SV Hofheim VI. Zumindest Platz 2 ist aber aus eigener Kraft zu schaffen, denn die Flörsheimer empfangen in der nächsten Runde (26. März) die Kelsterbacher zum direkten Vergleich. In Hattersheim spielten Ralf Rupp und Paula Ruppert remis. Volle Brettpunkte gab es für Kai Hübner, Lukas Battenfeld, Lothar Kanert und Günther Butz.
Flörsheims Vierte tat es der Ersten gleich und schob sich (in der Kreisklasse B2) an die Tabellenspitze. Beim SC Hattersheim V holte sie ein ungefährdetes 4:1. Max Stapel, Eray Coscun, Nikolaj Politoukhin und Jan Litzinger gewannen; nur Henry Ruppert musste eine Niederlage quittieren. Nach vier komplett gespielten Runden führen die Flörsheimer Schachkids mit 7:1 Punkten vor dem SC Frankfurt-West IV (6:2) und dem SV Groß-Gerau III (5:3) das Sechserfeld an. Mit einem Sieg am letzten Spieltag (23. April) beim SV Hofheim VIII wären sie Meister und Aufsteiger in die Kreisklasse A.

Pokalerfolg
Im Viertelfinale des MTS-Viererpokals setzte sich der Schachclub – der Pokalverteidiger – bei der gleichklassigen ersten Vertretung des SC Steinbach unerwartet glatt mit 3,5:0,5 durch. Unerwartet deshalb, weil man sich im Achtelfinale gegen die Steinbacher Zweite reichlich schwer getan hatte und nach einem 2:2 nur dank der besseren Unterwertung (Sieg am ersten Brett) eine Runde weiter gekommen war. Diesmal folgte man der „Anweisung“ von Mannschaftsführer Markus Lahr, Besseres zu liefern. Also gewannen Luis Kuhn, Michael Budde und Markus Lahr selber. Nur Wolfgang Ruppert konnte die gegnerische Defensive nicht knacken und musste sich mit einem Remis zufriedengeben. Im Halbfinale treffen die Flörsheimer auf den eine Klasse tiefer spielenden Main-Taunus-Ligisten SC Bad Soden II. Das heißt: Sie müssten eigentlich in das Finale kommen.
Aber auch im Schach hat der Pokal seine „eigenen Gesetze“.


13.02. Wieder in der Erfolgsspur
          Schachclub besiegt SK Langen II mit 7:1 und bleibt Zweiter der Landesliga

(al) – Nach dem schwerfälligen 4:4 gegen den SK Gernsheim kehrte der Flörsheimer Schachclub in die Erfolgsspur zurück. Gegen die zweite Vertretung des SK Langen gab es einen unerwartet leichten 7:1-Sieg. Damit blieb es in der hessischen Landesliga Süd beim Dreikampf an der Spitze. Ganz vorne steht der SC Bad Soden (12:0 Punkte); dahinter machen sich der SC Flörsheim (11:1) und Freibauer Mörlenbach/Birkenau II (10:2) Hoffnungen auf den Meistertitel und den Aufstieg. Wobei die Flörsheimer sich schon jetzt auf das Saisonfinale am 23. April eingestimmt haben, bei dem sie auf den Spitzenreiter aus der Kurstadt treffen.
Die launischen Routiniers aus Langen kamen nur zu sechst nach Flörsheim, womit der Schachclub gleich 2:0 führte. Auch an den Brettern hatten die Gastgeber keine herausragenden Probleme. Wolfgang Ruppert, Markus Lahr, Luis Kuhn und Wolfgang Pötschke gewannen; Samuel Weber und Dominik Schwarz remisierten.
Die Hoffnungen der Flörsheimer Zweiten, dem Bezirksliga-Tabellenführer SV Hofheim IV ein Pünktchen oder gar zwei abzuknöpfen, gingen nicht in Erfüllung. Die verlustpunktfreien Hofheimer (jetzt: 12:0 Zähler) setzten sich am Main knapp mit 4,5:3,5 durch und bleiben mit Abstand vorne. Der SV Groß-Gerau (9:3), der SC Frankfurt-West II (8:4) und auch noch der SC Flörsheim II (7:5) spekulieren auf den zweiten Platz, der zum Aufstieg in die Main-Taunus-Liga berechtigt. Gegen Hofheim gewannen Michael Beck und Lukas Platt; ein Remis steuerten Wahid Jamali, James Beerbower und Andreas Weber bei. Das war ein halber Punkt zu wenig, weil Edgar Winand, Uwe Pötschke und Thomas Seidel verloren.
In der Kreisklasse A feierte Flörsheims Dritte den dritten Sieg hintereinander. Gegen das punktlose Schlusslicht SC Bad Soden VII gab es ein 4:2, mit dem die Flörsheimer (9:3 Punkte) den Anschluss an den Tabellenzweiten SV Kelsterbach III (10:2) hielten. Der führende SV Hofheim VI (12:0) dürfte nicht mehr einzuholen sein. Gegen Bad Soden gewannen Ralf Rupp, Paula Ruppert, Rolf Mayer und Lothar Kanert. Niederlagen gab es für Kai Hübner und Günther Butz.
Auch Flörsheims Vierte hatte Gäste aus der Kurstadt, nämlich Bad Sodens Neunte, und setzte sich glatt mit 4:1 durch. Henry Ruppert, Eray Coscun, Nikolaj Politoukhin und Jan Litzinger gewannen; nur Max Stapel verlor. In der Kreisklasse B2, in der nur sechs Mannschaften spielen, haben die Flörsheimer mit 5:1 Punkten derzeit die besten Aussichten auf Meisterschaft und Aufstieg. Denn Tabellenführer SV Groß-Gerau III hat ein Spiel mehr ausgetragen.

Die Schüler sind Meister …
Nach genau zehn Jahren haben es die Flörsheimer Schachkids wieder einmal geschafft, Meister der Main-Taunus-Schülerliga zu werden. An Einzel-Erfolgen in den unterschiedlichsten Altersklassen hatte es in diesen zehn Jahren nicht gemangelt, doch für den Mannschaftstitel brauchte es ziemliche Geduld. Zunächst schien es auch diesmal wieder nicht zu klappen. Die Flörsheimer verloren das Auftaktspiel gegen den SC Eschborn 1,5:2,5. Im Rückspiel gelang mit 3:1 eine glatte Revanche, doch erst mit den beiden deutlichen Siegen gegen den SV Hofheim (3:1 und 3,5:0,5) konnten die SC-Kids die Eschborner am Ende noch überflügeln. Zum Erfolg trugen Henry Ruppert, Niklas Stegmaier, Max Stapel, Jan Litzinger, Nikolaj Politoukhin und Paul Patzner bei. Ein Meisterfoto gibt es noch nicht. Das soll nach dem Aschermittwoch nachgeholt werden, wenn Flörsheims Narren die Stadthalle wieder geräumt haben.

… und die Blitzer auch
Bei den Mannschaftsmeisterschaften der Main-Taunus-Schachvereinigung im Blitzschach war der Flörsheimer Schachclub mit zwei Vierer-Teams vertreten – und beide belegten am Ende erste Plätze in ihren jeweiligen Klassen. Flörsheim II darf sich Meister nennen, Flörsheim I aber ist der „richtige“ MTS-Meister und mit diesem Titel für die Hessischen Meisterschaften am 11. März in Wolfhagen (bei Kassel) qualifiziert. Der Erfolg wird auch nicht dadurch geschmälert, das bei dem Turnier in Kelkheim neben Flörsheim nur vier weitere Vereine mitspielten. Die Flörsheimer Meistermannschaft bildeten Wolfgang Ruppert, Alexander Stegmaier, Markus Lahr und Luis Kuhn. Flörsheims zweite Meistermannschaft spielte mit Edgar Winand, Michael Budde, Wahid Jamali und Andreas Weber. Kurios, dass die Zweite die direkte Auseinandersetzung mit der Flörsheimer Ersten glatt mit 3:1 gewann.
Auch diese beiden Erfolge will man im Schachclub noch gebührend feiern – nach Aschermittwoch.


17.01. Froh über den einen Punkt
          Schachclub „nur“ 4:4 gegen den starken Aufsteiger SK Gernsheim II
 
(al) – Mit dem 4:4 beim SK Gernsheim II büßte der Schachclub erstmals in der Saison einen Punkt ein. Man war am Ende aber froh, gegen den starken Aufsteiger einen Punkt behalten zu haben. In der Tabelle der hessischen Landesliga Süd sind die Flörsheimer mit jetzt 9:1 Punkten nur noch Zweiter, hinter dem souveränen SC Bad Soden (10:0), dessen Siegesserie auch im neuen Jahr anhielt. Diese beiden Clubs scheinen die Meisterschaft unter sich ausmachen zu wollen, auch wenn sich die Gernsheimer (Rang 3 mit 6:4 Punkten) nach der beeindruckenden Vorstellung gegen Flörsheim noch Hoffnungen machen. Immerhin spielte der Tabellenführer vom Main zum ersten Mal in Bestbesetzung. Das galt aber auch für den ambitionierten Aufsteiger – die Flörsheimer Spekulation, dass die Gernsheimer Reserve Spieler für ihr Verbandsliga-Team abstellen müsste, ging nicht auf. Lange Zeit standen die Gäste weitgehend solide, doch dann nahm der Mannschaftskampf einen unangenehmen Verlauf. Michael Budde konnte einen Freibauern nicht aufhalten und kapitulierte. Zaharia Clitan stand „verdächtig“ und war daher froh, ein Remisangebot annehmen zu können. Samuel Weber verhedderte sich in seinen Angriffsbemühungen und verlor zum 0,5:2,5-Zwischenstand. Damit war aller Flörsheimer Optimismus verflogen, auch wenn Alexander Stegmaier dank gleich zweier Ungenauigkeiten seines Gegenübers verkürzen konnte. Markus Lahr ließ die Gernsheimer ob seiner allzu passiven Spielweise wieder davonziehen, doch neuerlich schaffte der Schachclub gleich wieder den Anschluss. Wolfgang Ruppert, der früh auf Gewinn stand und dann doch lange brauchte, punktete zum 2,5:3,5. Jetzt lehnen die Flörsheimer alle Remisangebote ab. Wolfgang Pötschke kommt aber trotz aller Mattdrohungen nicht darüber hinaus, womit es 3:4 steht und alle Lasten auf den Schultern von Luis Kuhn ruhen. Der hatte zwar einen Bauern mehr auf dem Brett, doch nach seinem Partiesieg zum 4:4-Endstand hatte es bis zum Schluss nicht ausgesehen.

Zweite und Dritte bleiben dran
Flörsheims zweite Mannschaft kam in der Bezirksklasse A beim Tabellenletzten Schachfreunde Kelkheim II zu einem hohen 6,5:1,5-Erfolg. Die Flörsheimer (7:3 Punkte) verteidigten damit Aufstiegsplatz 2 hinter dem SV Hofheim IV (10:0) und vor der starken Konkurrenz aus Groß-Gerau (7:3), Eppstein und Frankfurt-West (je 6:4). In Kelkheim mussten sie keine einzige Partie verloren geben. Edgar Winand, Wahid Jamali, Andreas Weber, Thomas Seidel und Dominik Schwarz verbuchten den vollen Punkt; Michael Beck, James Beerbower und Uwe Pötschke remisierten. Auch Flörsheims dritte Mannschaft bleibt nach einem überraschend deutlichen 4,5:1,5 beim SV Raunheim III im Aufstiegsrennen. Die Flörsheimer (7:3 Punkte) überholten in der Kreisklasse A den Mitkonkurrenten von der anderen Mainseite (6:4) und schoben sich auf Rang 3 hinter dem SV Hofheim VI und dem SV Kelsterbach III (8:2), gegen den sie noch spielen müssen. In Raunheim gewannen Paula Ruppert, Rolf Mayer, Lukas Battenfeld und Lothar Kanert. Ralf Rupp erzielte ein Remis, und nur Kai Hübner musste eine Niederlage quittieren.

14.12. Und wieder ein frohes Fest
           Die erste Mannschaft kommt als Tabellenführer zur Weihnachtsfeier des Schachclubs

(al) – Besser hätte es nicht kommen können: Die erste Mannschaft des Schachclubs geht in der hessischen Landesklasse Süd als unbesiegter Tabellenführer ins neue Jahr. Mit vier Siegen aus vier Spielen führen die Flörsheimer dennoch nur knapp – sie stehen einen halben Brettpunkt (ein Remis) besser als die Main-Taunus-Konkurrenz aus Bad Soden, die ebenfalls alle vier Spiele gewann. Da es nur einen Aufsteiger geben wird, kann von einem „Polster“ nach unten nicht die Rede sein. Trotzdem werden die Flörsheimer Schachspieler bei ihrer Weihnachtsfeier am Freitag in der Stadthalle einmal mehr ein frohes Fest feiern. Dazu haben auch die drei anderen Mannschaften beigetragen. Sie sind, in ihren jeweiligen Klassen, eigentlich schon alle Sorgen losgeworden.
In der Landesliga hatte es der Schachclub an eigenen Brettern mit der abstiegsgefährdeten Spielgemeinschaft aus Rödermark/Eppertshausen zu tun und ging dennoch von einem Spiel „auf Augenhöhe“ aus. Der verspätete Zaharia Citlan wischte alle Bedenken ob des Zeitvorteils seines Gegners in 18 Zügen beeindruckend hinweg und sorgte für die Flörsheimer 1:0-Führung. Nun zog es manche Stirn in Falten, als Samuel Weber angesichts einiger Verwicklungen die Übersicht und dann Material verlor und auch Michael Budde allmählich die Orientierung abhanden kam. Erst einmal aber fuhr Luis Kuhn einen weiteren vollen Punkt für Flörsheim ein, als er einen weit vorgerückten gegnerischen Bauern vom Brett nehmen konnte. Jetzt kapitulierte Weber zum 2:1. Doch die Flörsheimer schafften jetzt zielstrebig den Mannschaftssieg. Alexander Stegmaier erhöhte mit drei Mehrbauern auf 3:1; Erstbrettspieler Wolfgang Ruppert willigte nach einer scharf geführten Auseinandersetzung in ein Remis ein und Markus Lahr gewann im Endspiel zwei Mehrbauern und erhöhte auf uneinholbare 4,5:1,5 Brettpunkte. Die zwei übrigen Partien zogen sich dennoch hin. Schließlich mussten Michael Budde aufgeben und Edgar Winand ein Remis geben, mit dem er nicht so glücklich war.
Flörsheims Zweite kam in der Bezirksklasse A zu einem 4:4 gegen den Tabellennachbarn SV Groß-Gerau und hielt damit den Kontakt zu den Aufstiegsrängen. Die Flörsheimer liegen mit 5:3 Punkten nur einen Zähler hinter dem Tabellenzweiten SVG Eppstein und gehören damit zu einem Quintett, das sich noch Chancen ausrechnet. Auch der Nachbar SF Hochheim (4:4 Punkte) auf Rang 6 gehört dazu. Nur der starke Tabellenführer SV Hofheim IV (8:0 Punkte) hat sich in eine deutliche Favoritenrolle gespielt.
Gegen die punktgleichen Gäste aus der Kreisstadt südlich des Mains gab es nicht weniger als sechs Remispartien durch Michael Beck, James Beerbower, Uwe Pötschke, Andreas Weber, Thomas Seidel und Dominik Schwarz. Weil Wahid Jamali gegen einen ebenso jungen wie überraschend starken Gegner böse unter die Räder kam, lagen die Flörsheimer geraume Zeit im Rückstand. Der schien noch höher zu werden, als Ralf Rupp in einem klar verlorenen Endspiel den einzigen Strohhalm ergriff und mit einem Bauern scheinbar unbeeindruckt nach vorne stürmte. Die zielstrebige Gelassenheit des Flörsheimer Routiniers irritierte den Groß-Gerauer so sehr, dass er zuerst ungeschickt den nervigen Schachgeboten zu entkommen suchte und dann in eine Falle tappte, die ihm keine echten Alternativen ließ: Matt oder Damenverlust.
Die jetzt aufkommenden Flörsheimer Hoffnungen auf einen Mannschaftssieg gingen nicht in Erfüllung. Denn einige der Remispartien waren kleine Enttäuschungen. Seidel verlor das Vertrauen in seine gute Stellung; Beerbower konnte sich trotz starken Mittelspiels nicht durchsetzen; Schwarz musste in einem „taktischen Gewitter“ ebenso einen halben Punkt hergeben wie Pötschke, der klar besser stand, aber in heftige Zeitnot geraten war.
Flörsheims Dritte gewann in der Kreisklasse A gegen den SC Sulzbach II mit 4:2 und behielt damit die Aufstiegsränge in Sichtweite. Hinter Spitzenreiter Hofheim VI (8:0 Punkte) kämpfen der SV Raunheim III, der SV Kelsterbach III (beide 6:2) und die Flörsheimer erst einmal um den zweiten Aufstiegsplatz. Gegen Sulzbach II gewannen Kai Hübner, Lothar Kanert und Rolf Mayer. Lukas Battenfeld und Senior Günther Butz remisierten. Nur Paula Ruppert musste eine Niederlage hinnehmen.
Flörsheims Vierte erzielte in der Kreisklasse B2 ein 2,5:2,5 gegen den Tabellenführer Groß-Gerau III. Es war nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Frankfurt-West IV erst ihr zweites Saisonspiel, weil die sechs Mannschaften in dieser Klasse ihre jeweils fünf Spiele über neun Spieltage austragen. Dennoch darf man die zwei Flörsheimer Spiele als „stark“ bewerten, hatten es die Mannschaft doch bisher nur mit der Konkurrenz unter den ersten Drei zu tun. Gegen Groß-Gerau gewannen Max Stapel und Nikolaj Polirtoukhin; Eray Coscun spielte remis. Henry Ruppert und Tom Stapel verloren.

Citlan neuer Stadtmeister
Die Offene Flörsheimer Stadtmeisterschaft wurde erst in der 7. Runde nach einem spannenden Finish (und eine dreiviertel Stunde nach Mitternacht entschieden. Es gewann der Flörsheimer Neuzugang Zaharia Citlan vor Elijah Everett von den Schachfreunden Schöneck (beide 5,5 aus 7) und dem Flörsheimer Wolfgang Ruppert (5), der die Konkurrenz aus dem eigenen Verein Alexander Stegmaier und Michael Budde dank der besseren Feinwertung hinter sich ließ. Den Jugendpreis gewann der Flörsheimer Samuel Weber.